Startseite

OXYMORON Dance Company SCHIFFBAUERGASSE


‹ zurück zur Startseite

Heimsucher

2012
Die Oxymoron Dance Company versteht sich als multimediales Labor auf den Ebenen Tanz, Musik und visueller Medien. Es treffen unterschiedlichste Genres des Tanzes wie Ballet, Modern Dance, Flamenco, Break- und Street Dance aufeinander. Interessant an dieser Arbeit ist vor allem, dass die jungen Darsteller in der Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Themen ganz persönlich gefordert sind. Es ist die Suche nach einem neuen, ganz persönlichen Ausdruck - ein Spiel, ein Kampf. Jeder bewegt sich in seinem vertrauten Genre, um dann Grenzen zu überschreiten, in und mit neuen Formen zu spielen, sich abzugrenzen und anzunähern. Tragend ist die Idee, Prozesse und Stile nicht eingeengt zu betrachten, sich der Vielfalt der Formen, dem Spiel mit ihnen hinzugeben. Gesellschaftliche Einflüsse spiegeln sich im Tanz, im Prozess der Auseinandersetzung, dem Suchen nach neuen Wegen und Formen.

Wir wurden angeregt von den Arbeiten des Fotografen Marek Kucera, die er im Rahmen der Ausstellung Temporary Art Zone fotografierte, die sich unter anderem der Frage stellten, wie viel Architektur verträgt der Mensch. Auch die Begegnung mit der Künstlerin Birgit Ramsauer, die

sich als Performance Künstlerin angstfrei durch unterschiedliche Genre der Kunst bewegt, Stimmungen an unterschiedlichen Orten der Welt aufgreift, Objekte zu Subjekten einer Geschichte werden lässt, Dinge auf den Kopf stellt, lassen in uns Fragen laut werden. Man könnte meinen, sie hat auch uns „auf den Kopf“ gestellt. Sie ist Kosmopolitin, fühlt sich scheinbar überall zu haus. Dieses scheinbar ist eine Frage, der wir nachgehen wollen. Wie viel Heimat vertragen, suchen wir. Können wir als staatenlose Weltbürger existieren - wo liegt die Synthese aus partikularistischer und universeller Motivation?

Seit einem Jahr betreut Nitya Ramchandran fotografisch die Oxymoron Dance Company bei ihren künstlerischen Produktionen.

An der Produktion wird zusätzlich die Künstlerin Christine Scherrer mitwirken. Ihre eigens für die Performance kreierten Objekte werden in die Ausstellung sowie Performance miteinbezogen.

Unter Regie von Anja Kozik begeben sich Künstler, Tänzer, Schauspieler und Musiker auf die Suche nach einer darstellbaren Essenz der Grundfragen unseres Lebens. Woran glauben wir und welches Lebenszentrum ist dafür nötig? Können wir als staatenlose Weltbürger existieren?

Der Kunstraum Potsdam versteht sich als Präsentationsort junger, zeitgenössischer Kunst internationaler Orientierung jenseits des kommerziellen Galeriebetriebes. Er bietet ein Forum aktueller Bildender Kunst und ihrer Grenzbereiche, die ästhetisch und gesellschaftlich wichtige Fragestellungen reflektieren und ein spannungsreiches Zusammenspiel von gegenwärtigen künstlerischen Positionen in diversen zeitgenössischen Medien, wie Malerei, Zeichnung, Fotografie, Objektkunst, Installation und Video vermitteln. Kommunikation und Austausch bilden dabei wichtige Faktoren. Pro Jahr zeigt der Kunstraum Potsdam sechs bis acht Ausstellungen.

Neben der schwerpunktmäßigen Zusammenarbeit mit herausragenden, national oder international bekannten Künstlern werden regelmäßig experimentelle künstlerische Ansätze junger, noch nicht etablierter Künstler, die Wagnisse jenseits gängiger Darstellungsideen eingehen, gefördert. Das Nebeneinander unterschiedlicher Kulturträger in der Schiffbauergasse Potsdam, wie auch die Oxymoron Dance Company, bilden eine ideale Voraussetzung für künstlerisch reizvolle Synergien.

Die aktuelle Produktion “Die Heimsucher und der Kosmopolit” gibt den Anlass für ein genreübergreifendes Projekt, in dem Tanz-, Performance- und Fotokunst aufeinander treffen. Zum einen wird die Company bei ihrem künstlerischen Prozess fotografisch begleitet wird. Die Arbeiten werden zum einen den Proben- und Aufführungsprozess dokumentarisch begleiten. Zum anderen soll eine tiefer gehende Auseinandersetzung mit der Thematik im Rahmen eines wechselseitigen Forschungsprozesses erfolgen.

Im Kunstraum Potsdam entsteht neben deiner dreiwöchigen Ausstellung, eine Performance, die sich über die sechs öffentlichen Präsentationen weiter entwickelt. Fotokunst und Tanz berühren sich, beeinflussen sich im Entstehen gegenseitig.

Regie: Anja Kozik; Tanz: Agnes Wrazidlo, Timo Draheim, Prince Ofori; Schauspiel: Sinja Dieks, Florian Lenz; Fotografie: Nitya Ramchandran; Objektkunst: Christine Scherrer; Videoinstallation: Oscar Loeser; Musik: Christoph Kozik
Die WASCHHAUS POTSDAM gGmbH bedankt sich bei der Landeshauptstadt Potsdam / FB Kultur und Museum und beim Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg für die Förderung. Vielen Dank an die Märkische Allgemeine Zeitung für die freundliche Unterstützung.


Studiohaus Schiffbauergasse ›

Schiffbauergasse 4g
Tel. 0331 6264676

Jederzeit möglich:

Schnupperstunde

für 5 Euro. Zum Kennenlernen von Inhalten, Lehrern und den anderen Schülern.

Wir empfehlen eine kurzfristige telefonische Voranmeldung.

Waschhaus
Potsdam gGmbH

Schiffbauergasse 6
14467 Potsdam
Tel. 0331 27156-0
kontakt(a)waschhaus.de ›
Lageplan und Anfahrt ›
Kontakte ›
Impressum › facebook.com/waschhauspotsdam ›